Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat diese Woche ihren Übergangsplan für bleifreies Flugbenzin veröffentlicht. Er beschreibt einen Fahrplan, um bleifreien Kraftstoff sicher in die Flotte der allgemeinen Luftfahrt einzuführen.
Der Plan sieht ein schrittweises Vorgehen vor: Kraftstoffe werden getestet und zugelassen, Markterfahrungen gesammelt, die landesweite Umstellung umgesetzt und der besondere Übergang in Alaska begleitet.
FAA-Plan für den Übergang zu bleifreiem Flugbenzin
„Der Umstieg auf bleifreien Kraftstoff ist ein positiver Schritt für die Gemeinschaft der allgemeinen Luftfahrt und für die Menschen, die in der Nähe von Flughäfen der allgemeinen Luftfahrt leben und arbeiten“, erklärte FAA-Administrator Bryan Bedford. „Die sichere Integration bleifreier Kraftstoffe ist eine gemeinsame Anstrengung, an der alle beteiligt sind – von Flugzeugherstellern und Kraftstofflieferanten über Flughäfen bis zu den Piloten im Cockpit.“
Der Plan erfüllt eine Vorgabe des FAA-Reautorisierungsgesetzes von 2024. Dieses verpflichtet die Behörde, gemeinsam mit der Luftfahrtbranche die Flotte mit Kolbenmotoren bis 2030 sicher auf bleifreies Flugbenzin umzustellen. Die Partnerschaft erfolgt im Rahmen der Initiative EAGLE (Eliminate Aviation Gasoline Lead Emissions).
Tests und öffentliche Rückmeldungen der FAA
Im William J. Hughes Technical Center erprobt die FAA drei unterschiedliche Kraftstoffe. Diese erste Übergangsphase soll zentrale Fragen zu Leistung und Kompatibilität klären. Nach Abschluss dieser Phase wird die Behörde den Plan aktualisieren.
Im Januar 2026 veröffentlichte die FAA einen Entwurf des Übergangsplans und bat die Öffentlichkeit um Stellungnahmen. Die eingegangenen Rückmeldungen nutzte die Behörde, um den endgültigen Plan zu verbessern und präziser zu formulieren. Eine Zusammenfassung der Kommentare soll Ende 2026 in einem ergänzenden Dokument erscheinen.
Zusätzlicher Kontext: Initiativen für bleifreies Flugbenzin
Zusammen mit den Beteiligten von EAGLE führt die FAA mehrere Maßnahmen durch, um die Herstellung und Nutzung von bleifreiem Flugbenzin voranzubringen:
Die FAA setzt die Piston Aviation Fuels Initiative (PAFI) um, um die Flottenzulassung für UL100 von LyondellBasell/VP Racing zu unterstützen und die kürzlich erfolgte Aufnahme von 100R von Swift Fuels in PAFI zu begleiten.
Die Einführung von hochoktanigem bleifreiem Kraftstoff wird über den Weg eines Supplemental Type Certificate (STC) beschleunigt, um G100UL von GAMI und 100R von Swift Fuels zu genehmigen.
Die FAA unterstützt einen sicheren und effizienten Übergang, indem sie Flughäfen dazu ermutigt, bleifreie Kraftstoffalternativen anzubieten. Gleichzeitig muss während der Umstellungsphase die Verfügbarkeit von 100LL für Flugzeuge erhalten bleiben.
Um vorzeitige Versorgungsunterbrechungen während der Einführung zu verhindern, wendet die FAA Verpflichtungen aus Bundeszuschusszusagen an. Damit soll sichergestellt werden, dass Flughäfen weiterhin verbleites 100LL anbieten, bis sichere, für die gesamte Flotte geeignete bleifreie Alternativen breit und vor Ort verfügbar sind.
Informationen der FAA
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