Haben Sie genug davon, immer mehr Bußgelder wegen zu hoher Geschwindigkeit zu sammeln?
Wenn Sie schon einmal von einem Blitzer überrascht wurden, obwohl Sie die Standorte der festen Radarfallen auf Ihrer Strecke auswendig zu kennen glaubten, könnte Ihnen ein Radarauto begegnet sein – sofern es sich nicht um einen Velolaser oder einen Parifex Nano handelte. Diese unauffälligen Fahrzeuge verfügen über ein automatisiertes Geschwindigkeitskontrollsystem und sind seit 2013 im ganzen Land unterwegs. Sie werden von privaten Unternehmen betrieben.
Ein Teil der Fahrzeuge wird von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gefahren, die Mehrheit ist jedoch seit 2018 an private Firmen vergeben. Deren Vorgehensweisen stehen mitunter in der Kritik. Wie Capital berichtete, prangerte ein ehemaliger Fahrer kürzlich den schlechten Zustand der Radarautos sowie Verstöße seiner Kollegen an, etwa das Überfahren roter Ampeln oder riskante Überholmanöver. Diese Verhaltensweisen widersprechen allerdings den Anforderungen der französischen Verkehrssicherheitsbehörde.
Unauffällige Radarautos ohne Kennzeichnung
Radarautos sind zunächst einmal nicht als solche gekennzeichnet: Äußerlich tragen sie keinerlei eindeutige Merkmale. Um sie zu erkennen, müssen Sie daher auf Details achten. Auf dem Armaturenbrett befindet sich ein schwarzes Gehäuse mit dem System zur Geschwindigkeitsmessung. Es ist von vorne sichtbar, bei nicht getönter Heckscheibe auch von hinten.
Außerdem lassen sich die zwei kleinen Kameras an der Windschutzscheibe erkennen, mit denen Verstöße aufgezeichnet werden. Ihre LEDs leuchten bei Dunkelheit.
Diese 12 Modelle werden 2026 am häufigsten eingesetzt
Le Journal du Geek hat die zwölf Fahrzeuge aufgeführt, die 2026 besonders häufig als private Radarautos eingesetzt werden:
- Renault Captur
- Citroën C5 Aircross
- Dacia Sandero
- Dacia Duster
- Peugeot 308
- Peugeot 508
- Ford Focus
- Ford Mondeo
- Volkswagen Golf
- Volkswagen Passat
- Seat Leon
- Skoda Octavia
Dexter: Die neue Generation privater Radarautos
Bereits im vergangenen Jahr berichteten wir über die französische staatliche Initiative namens Dexter. Dabei handelt es sich um eine neue Generation von Radarautos, die unauffällig auf den Straßen des französischen Festlands unterwegs sind. Die von privaten Gesellschaften verwalteten Fahrzeuge nutzen Infrarot-Radargeräte, die blitzen können, ohne ein sichtbares Signal auszusenden. Für Autofahrer sind sie deshalb nahezu nicht zu erkennen.
Innerhalb von fünf Jahren wurde ihr Einsatz auf fast alle Regionen ausgeweitet; ausgenommen sind die Île-de-France und Korsika. Hoffentlich helfen Ihnen diese Hinweise weiter. Unabhängig davon gilt: Halten Sie stets die Geschwindigkeitsbegrenzungen ein und fahren Sie sowohl auf dem Weg zur Arbeit als auch in den Urlaub entspannt und sicher.
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