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Ferrari Luce: „Chassis 0“ erzielt bei der Monterey Car Week 40 Millionen Dollar

Roter Ferrari Luce 40M Sportwagen in einem modernen Ausstellungsraum mit großen Fenstern und Personen im Hintergrund.

Der „Chassis 0“ des Ferrari Luce hat bei der Monterey Car Week in den USA gerade Geschichte geschrieben. Das erste Serienfahrzeug wurde bei einer Auktion von RM Sotheby’s für 40 Millionen Dollar verkauft – umgerechnet 34,58 Millionen Euro.

Ja, Sie haben richtig gelesen: 40 Millionen. Dabei handelt es sich weder um einen 250 GTO mit jahrzehntelanger Historie noch um einen Renn-Ferrari mit beeindruckender Erfolgsbilanz. Verkauft wurde ein neues Auto, das noch nicht einmal an die Kunden ausgeliefert wird, die es bereits bestellt haben.

Der als „Chassis 0“ bezeichnete Wagen ist das erste Serienexemplar des Luce und damit zugleich der erste jemals gebaute vollelektrische Serien-Ferrari.

Weit, weit über den Erwartungen

Dass dieser Luce nicht gerade günstig werden würde, war bereits klar. Als RM Sotheby’s die Auktion ankündigte, ging das Auktionshaus von einem Preis von mehr als 1,1 Millionen Dollar aus. Schon diese Schätzung wirkte damals hoch – doch sie lag letztlich deutlich unter dem tatsächlichen Ergebnis.

Der Hammer fiel bei 40 Millionen Dollar, also bei mehr als dem 36-Fachen des vor der Versteigerung genannten Richtwerts. Weil RM Sotheby’s bei diesem Los auf die Käuferprovision verzichtete, entspricht der veröffentlichte Betrag dem tatsächlichen Verkaufspreis.

Damit wurde der Ferrari Luce zugleich zum teuersten Neuwagen, der jemals bei einer öffentlichen Auktion verkauft wurde. Auch der vorherige Rekord lag bei Ferrari: Bei der Monterey Car Week 2025 erzielte ein Daytona SP3 Tailor Made 26 Millionen Dollar – ebenfalls bei einer Wohltätigkeitsauktion.

Die Identität des neuen Besitzers wurde nicht bekannt gegeben.

Ein Ferrari Luce ohne Wiederholung

Selbstverständlich entspricht dieser Luce nicht den übrigen Exemplaren. Ferrari übergab den „Chassis 0“ an seine Tailor-Made-Abteilung, die eine exklusive Konfiguration entwickelte.

Die Karosserie trägt den speziell für dieses Fahrzeug entwickelten Lack Madreperla Semi-Gloss. Je nach Lichteinfall erzeugt er Reflexionen, die zwischen Grün und Violett wechseln.

Auch die Felgen, Bremssättel und sogar die Hintergründe der Ferrari-Embleme sind weiß ausgeführt. Im Innenraum kommen metallisches Le-Mans-Leder in Perla sowie sekundäre Elemente in Grigio Corvara statt des üblichen Schwarz zum Einsatz. Eine besondere Plakette weist ihn als erstes Serienchassis des Luce aus.

Auch der Käufer muss noch einige Zeit warten, bevor er das Fahrzeug mit nach Hause nehmen kann. Nach der Auktion kehrt das Auto zunächst nach Maranello zurück; die Auslieferung ist erst für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

40 Millionen für einen guten Zweck

Der gesamte Erlös geht an die Ferrari Foundation, die das Geld zur Finanzierung künftiger Bildungsinitiativen einsetzen wird.

Genau dieselbe Formel kam beim Daytona SP3 zum Einsatz, der 2025 den vorherigen Rekord aufstellte: ein Einzelstück, eine Wohltätigkeitsauktion und die Ferrari Foundation als Empfängerin des Erlöses.

Dieses überraschende Ergebnis ist selbstverständlich kein Maßstab für den Marktwert der übrigen bereits bestellten Ferrari Luce.

In Europa beginnen die Preise für den umstrittensten Ferrari seit Langem bei 550.000 Euro. Zudem muss er erst noch beweisen, ob er seinen Wert halten oder – wie einige Ferrari mit Verbrennungsmotor – sogar steigern kann.

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