Der europäische Automarkt ist im Juli erneut gewachsen: Gegenüber Juli 2025 legte er um 4,1 % zu. Nach Angaben von Dataforce, die Automotive News Europe vorliegen, fällt das Plus damit geringer aus als in den vergangenen Monaten. Seit Beginn des Jahres 2026 beträgt der Zuwachs 5,7 %.
Die Zahlen decken 98 % aller Neuzulassungen ab, da Portugal und Kroatien noch nicht berücksichtigt wurden – so entwickelte sich der portugiesische Markt im Juli.
Auch in der Rangliste der 50 meistverkauften Autos in Europa im Juli 2026 fehlt dieser Teil der Daten. Dennoch erlaubt sie ein sehr zuverlässiges Bild davon, welche Modelle sich auf dem „Alten Kontinent“ am besten verkaufen.
Im Vergleich zu den meistverkauften Modellen im Juni ergeben sich deutliche Veränderungen. Besonders auffällig ist der Tesla Model Y: Im Juni führte er die europäischen Verkaufscharts an, im Juli kam er hingegen nur auf Rang 73. Dadurch eroberte der Dacia Sandero mit knapp 20.000 verkauften Fahrzeugen wieder die Spitze.
Die beiden übrigen Plätze auf dem Podium belegen Volkswagen-Modelle: der Golf, dessen Verkäufe um 14,1 % zulegen, und der T-Roc, dessen Absatz gegenüber Juli des Vorjahres dagegen um mehr als 17 % zurückging.
Das waren die 50 meistverkauften Autos in Europa im Juli 2026:
Vom ersten auf den 73. Platz
Während der Sandero die Führung zurückgewann, muss man in der Tabelle weit nach unten gehen, um den Sieger vom Juni zu finden. Der Tesla Model Y fiel innerhalb nur eines Monats von Platz eins auf Rang 73 zurück.
Ein wesentlicher Grund dafür liegt im Auslieferungsrhythmus von Tesla. Die Marke bündelt üblicherweise den Großteil ihrer Auslieferungen zum Ende eines jeden Quartals, was zu ungewöhnlich starken Schwankungen zwischen einzelnen Monaten führt. Bereits im März hatte der Model Y die Rangliste angeführt, ehe er im April auf Platz 39 zurückfiel.
Welche Modelle legten am stärksten zu und welche verloren am meisten?
Unter den 50 meistverkauften Autos fallen einige besonders hohe Zuwachsraten sofort auf. Der BMW iX3 (+4153,8 %) und der BYD Atto 2 (+1107,4 %) verzeichnen die größten prozentualen Steigerungen, wobei die geringe Vergleichsbasis die Ergebnisse in beiden Fällen verstärkt. Beim ersten Modell ist der Sprung auf die Einführung der neuen Generation des Elektro-SUV zurückzuführen, beim Atto 2 auf die Markteinführung der Plug-in-Hybridversion.
Auch bei Modellen mit höheren Stückzahlen gibt es bemerkenswerte Entwicklungen: Der Mercedes-Benz CLA legte um 158,6 % zu, der BYD Seal U um 60,9 % und der Opel Frontera um 54,5 %. Beim Renault 5 E-Tech und Volkswagen Polo stiegen die Verkäufe um 49,1 % beziehungsweise 47,8 %. Der Mercedes-Benz GLC, der bereits Rang sieben der Rangliste belegt, gewann 45 % hinzu.
Am anderen Ende der Tabelle verzeichnete der Dacia Duster unter den ersten 50 den stärksten Rückgang: Seine Verkäufe sanken um 21,4 %. Es folgten der Volkswagen T-Cross (-19,4 %), der Skoda Kamiq (-19,3 %), der Skoda Fabia (-18,8 %) und der Volkswagen T-Roc (-17,3 %).
Dacia Sandero bleibt im Jahresverlauf führend
Trotz der monatlichen Verschiebungen behauptet der Sandero im Gesamtverlauf von 2026 seine Position als meistverkauftes Auto Europas.
Von Januar bis Juli brachte es das Dacia-Modell auf 132.998 Einheiten. Trotz der Erholung in den zurückliegenden Monaten liegt es gegenüber 2025 weiterhin um fast 11 % zurück. Der Vorsprung auf den Volkswagen Golf und den T-Roc bleibt jedoch komfortabel.
Der Tesla Model Y folgt mit 115.957 Neuzulassungen auf dem fünften Platz. Das Gesamtjahresbild unterscheidet sich damit deutlich vom Juli: Kumuliert wächst der Elektro-SUV weiterhin um 55,2 %.
Zu den stärksten Zuwächsen der ersten sieben Monate zählen der Citroën C3 Aircross, dessen Absatz um 228 % auf 62.222 Fahrzeuge stieg, sowie der Opel Frontera, der um 277,6 % auf 51.119 Einheiten zulegte. Der Mercedes-Benz CLA hat seine Verkäufe mehr als verdoppelt und kommt bereits auf 61.940 Fahrzeuge.
Bei den Elektroautos sticht der Skoda Elroq hervor: Mit 67.760 Einheiten liegt er 59,2 % über dem Vergleichszeitraum 2025 und belegt Rang 27 in der Gesamtwertung.
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