Bereits 2025 in Form eines Prototyps angekündigt und inzwischen bei Testfahrten gesichtet, steht der Suzuki e SKY kurz vor seinem Einsatz auf der Straße. Der japanische Hersteller hat vor der für diesen Herbst geplanten Markteinführung in Japan erste Bilder veröffentlicht.
Nach dem e Vitara und dem Nutzfahrzeug e Every wird er Suzukis drittes rein elektrisches Modell. Zugleich handelt es sich um das erste elektrische Kei-Car für den Personenverkehr der Marke.
Damit muss der Wagen besonders strenge Vorgaben bei Abmessungen und Leistung erfüllen. Der e SKY ist lediglich 3,395 m lang, 1,475 m breit und 1,625 m hoch; sein Radstand beträgt 2,46 m. Sein Einsatzgebiet ist eindeutig: die Stadt – und zwar vor allem die Stadt.
Nahe am Prototyp
Beim Übergang vom Prototyp zur Serienausführung blieb der Suzuki e SKY der zuvor gezeigten Designstudie äußerst treu. Lediglich einige der für Prototypen typischen, besonders auffälligen Details entfielen.
So wurden an der Front einige markante Elemente gestrichen, die eigenständige Lichtsignatur blieb jedoch erhalten. Die LED-Scheinwerfer sind größer geworden, der beleuchtete Kühlergrill wurde durch eine konventionellere Lösung ersetzt, während das Suzuki-Emblem weiterhin an derselben Stelle sitzt.
Auch die Seitenansicht folgt einem schlichten Konzept: kleine Räder, eine hohe Karosserie und ein Dach, das über dem Fahrgastraum zu schweben scheint. Am Heck fallen größere Leuchten sowie Änderungen am Stoßfänger und an dessen Zusammenspiel mit der Heckklappe auf.
Im Innenraum sind die Abweichungen deutlicher. Es gibt ein digitales Kombiinstrument und einen zentralen 10,1-Zoll-Bildschirm, doch Suzuki hat nicht sämtliche Funktionen in einen Tablet-Bildschirm verlagert. Für die Klimatisierung stehen separate Bedienelemente bereit, und für den Antrieb kommt weiterhin ein herkömmlicher Wählhebel zum Einsatz.
Hinzu kommen ein beheizbares Lenkrad und beheizbare Sitze, eine elektrische Parkbremse sowie eine Wärmepumpe. Letztere soll den Einfluss der Klimatisierung auf die Reichweite im Winter reduzieren.
Kleine Batterie, große Reichweite
Unter den bislang bekannten technischen Daten überrascht der kleine Suzuki besonders stark. Die LFP-Batterie verfügt über nur 26 kWh Kapazität, dennoch stellte der Prototyp eine Reichweite von bis zu 310 km in Aussicht.
Diese Zahl ist bemerkenswert, muss aber mit zwei Einschränkungen betrachtet werden. Erstens sind die 310 km weiterhin ein Wert des Prototyps. Zweitens wurden sie nach dem japanischen WLTP-Zyklus ermittelt, der sich von dem in Europa angewendeten Verfahren unterscheidet: In Japan entfällt die schnellste Fahrphase, „Extra High“, weil sie dort nicht als repräsentativ für die Nutzungsbedingungen gilt.
Daher lassen sich die 26 kWh und 310 km nicht unmittelbar den 27,5 kWh und 263 km des Renault Twingo oder den 43,2 kWh und 322 km des BYD Dolphin Surf gegenüberstellen.
Suzuki nennt dennoch Aerodynamik, die Effizienz des elektrischen Systems und vor allem das geringe Gewicht als Grundlage für die Effizienz des e SKY: Er wiegt nur 1030 kg.
Der vorn platzierte Elektromotor leistet 47 kW (64 PS) und liefert 133 Nm. Damit erreicht er die Leistungsgrenze, die japanische Hersteller traditionell für Kei-Cars ansetzen. Ob die europäische Version dieselben Werte übernimmt, muss noch bestätigt werden.
Wann kommt er und was wird er kosten?
Der e SKY wird im Herbst 2026 offiziell in Japan vorgestellt. Europa dürfte 2027 folgen. Laut Nikkei Asia zählen das Vereinigte Königreich und Italien zu den Märkten, die für den kleinen Stromer infrage kommen. Suzuki hat jedoch noch nicht offiziell bestätigt, in welchen europäischen Ländern er verkauft werden soll.
Auch offizielle Preise liegen noch nicht vor. Dieselben Informationen nennen für das Vereinigte Königreich einen Preis von unter 20.000 Pfund, was zum aktuellen Wechselkurs weniger als 23.000 Euro entspricht. Daraus lässt sich noch nicht ableiten, wie viel der Wagen in Deutschland kosten könnte.
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