Zum Inhalt springen

Navantia beendet Wartung der Juan Carlos I der spanischen Marine

Zwei Ingenieure mit Schutzhelm und Warnweste überprüfen ein Gerät vor einem großen grauen Kriegsschiff im Hafen.

+ MILITÄRZONE HINZUFÜGEN

Warum uns hinzufügen? Erhalte die neuesten Meldungen von Zona Militar in deinem Google-Feed.

DEM WHATSAPP-KANAL BEITRETEN

Abonniere unseren offiziellen WhatsApp-Kanal und erhalte Nachrichten unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung.

Nachdem der im Juli begonnene Prozess abgeschlossen wurde, teilte Navantia mit, dass die Instandsetzungsarbeiten am amphibischen Schiff Juan Carlos I der spanischen Marine beendet sind. Voraussichtlich kann das Schiff bereits morgen die Werft in Puerto Real verlassen. Das Flaggschiff und wichtigste Schiff der Teilstreitkraft lag insgesamt vier Monate in der Anlage. Dort wurden sowohl eine umfassende Erneuerung des Maschinenraums als auch der Plan de Inmovilización Programada (PIP) durchgeführt.

👉 Lesen Sie auch: SIMA bereitet den Stapellauf des ersten in Zusammenarbeit mit HD HHI für die peruanische Marine gebauten BALOG-Schiffs vor

Juan Carlos I nach vier Monaten wieder einsatzbereit

Lokalen Berichten zufolge war das Auslaufen der Juan Carlos I ursprünglich für den 17. Oktober vorgesehen. Der aktuelle Termin bedeutet somit eine geringfügige Verzögerung gegenüber dem geplanten Abschluss der Arbeiten. Dennoch dürfte dies die Teilnahme des Schiffs an den wichtigsten Übungen der spanischen Marine im kommenden Jahr nicht beeinträchtigen. Dazu zählt insbesondere die Operation Dédalo, bei der die Teilstreitkraft gemeinsam mit verbündeten Kräften ihre Fähigkeit zur Integration bei amphibischen Operationen demonstrieren wird.

Die Arbeiten am inzwischen mehr als 15 Jahre alten Flaggschiff konzentrierten sich auf die Modernisierung seines Maschinenraums. Auslöser waren verschiedene Berichte über ungewöhnliche Vibrationen. Bereits 2022 hatte der Ministerrat ein Vorhaben mit einem Volumen von 30 Millionen Euro genehmigt, um die vorhandenen Antriebe der Juan Carlos I durch modernere Systeme zu ersetzen. Dass zwischen diesem Beschluss und der heutigen Umsetzung mehrere Jahre liegen, hängt mit internationalen Einsatzverpflichtungen der spanischen Marine zusammen: Diese verhinderten, dass Navantia das Schiff für den erforderlichen Zeitraum zur Verfügung gestellt werden konnte.

📌 Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

  • Die spanische Marine will fast 200.000 Geschosse verschiedenster Art demilitarisieren und neue Chargen Munition im Kaliber .308 beschaffen.
  • Mit Lackierarbeiten schreitet in den USA die Einsatzvorbereitung der dritten P-3C Orion der argentinischen Marine voran.

Neue Azipod-Antriebe für die Juan Carlos I

Konkret bestand eines der zentralen Ziele darin, die ursprünglich von dem deutschen Unternehmen Schottel & Siemens gefertigten zwei POD durch azimutale Azipod-MO1800-Modelle von ABB zu ersetzen. Die bisherigen Systeme waren wiederholt durch unterschiedliche Störungen aufgefallen. In einer 2020 von der spanischen Marine in Auftrag gegebenen Studie wurden die Probleme des Antriebssystems untersucht und mögliche Ersatzlösungen bewertet. Dabei stellte sich heraus, dass technische und mechanische Mängel ebenso wie interne und externe Ursachen vorlagen. In mehreren Fällen fiel dadurch sogar eine der beiden Antriebslinien des Schiffs aus.

Frühere Werftaufenthalte des amphibischen Schiffs

Ein kurzer Rückblick auf die seit dem Stapellauf im Jahr 2008 ausgeführten Arbeiten zeigt vier besonders relevante Maßnahmen. Die erste erfolgte 2015, als das Schiff fünf Jahre nach der Indienststellung in der Werft von Cádiz auflief. Es folgte 2017 ein weiterer Werftaufenthalt, bei dem knapp zwei Monate lang Wartungsarbeiten am Flugdeck vorgenommen wurden.

Im Jahr 2020 übernahm schließlich die Werft von Puerto Real eine umfassende Überholung der Propelleranlage sowie die Kontrolle weiterer normalerweise unter Wasser befindlicher Systeme. Zusätzlich erhielt das Schiff einen vollständigen Neuanstrich. 2023 wurden die Motoren im Rahmen der planmäßigen Wartung nach 20.000 Betriebsstunden ausgebaut.

Bilder dienen lediglich der Illustration.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen