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Saab entwickelt neue Waffenstarter für Gripen C/D und E
Saab teilte gestern mit, dass Schweden dem Unternehmen einen neuen Auftrag im Wert von 1.000 Millionen schwedischen Kronen erteilt hat. Dieser soll die Entwicklung neuer Waffenstarter für die Kampfflugzeuge Gripen C/D und E voranbringen und wurde von der schwedischen Verteidigungsmaterialbehörde FMV ausgearbeitet. Offiziell wurde insbesondere bestätigt, dass die Bestellung auf die Serienfertigung der betreffenden Komponenten abzielt und damit Teil eines bereits bestehenden Vertrags zur Entwicklung und Integration des Systems in die Flugzeuge ist.
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Lars Tossman, Leiter des Geschäftsbereichs Luftfahrt bei Saab, erklärte hierzu: „Das Startsystem ist ein wichtiger Bestandteil, damit wir weiterhin die Verfügbarkeit des Gripen gewährleisten und die Fähigkeiten der schwedischen Luftwaffe unterstützen können.“ Die Startsysteme tragen die Luft-Luft-Raketen und Täuschkörper-Pods, mit denen die verschiedenen derzeitigen Gripen-Versionen ausgerüstet sind. Sie werden an den Aufhängestationen des Flugzeugs montiert und über eine komplexe Verbindung zwischen der Maschine und den mitgeführten Waffen angebunden.
Gripen E stärkt die schwedische Luftwaffe
Die Nachricht folgt nur wenige Tage auf die Ankündigung der schwedischen Luftwaffe, ihren ersten Gripen E erhalten und übernommen zu haben. Dieses Flugzeug weist den Weg für die gesamte Flotte von 60 Exemplaren, deren Zulauf die Teilstreitkraft erwartet. Wie wir am 21. Oktober berichteten, war das Flugzeug Teil einer offiziellen Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Skaraborg, dem künftigen Standort der Maschinen, an der auch Verteidigungsminister Pål Jonson teilnahm.
Mit diesem Meilenstein verfügt die schwedische Kampffliegerei über eine Plattform mit dem neuen AESA-Radar Raven ES-05 und einem neuen General-Electric-F414G-Triebwerk. Hinzu kommen neue Systeme für elektronische Kampfführung und Kommunikation; dank ihres modularen Aufbaus können zudem weitere Komponenten integriert werden.
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Möglicher ukrainischer Auftrag und künftige schwedische Kampfflugzeuge
Darüber hinaus könnte Saab vor einem bedeutenden Auftrag der ukrainischen Luftwaffe für Gripen-Kampfflugzeuge stehen. Diese möchte zur Verstärkung und Modernisierung ihrer Flotte bis zu 150 Exemplare beschaffen. Zwar ist derzeit noch kein Kaufvertrag bestätigt, doch Stockholm und Kiew haben bereits die entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Sie stellt den ersten formellen Schritt für die Einführung dar; die vorherigen technischen Bewertungen sind bereits abgeschlossen.
Mit Blick auf die Zukunft der schwedischen Luftfahrt ist außerdem hervorzuheben, dass Luftwaffe und Saab die Entwicklung des Kampfflugzeugs vorantreiben, das den bislang genannten Gripen künftig ersetzen soll. Gemeint ist das Konzeptprogramm Framtida Stridsflygsystem. Die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass bis 2027 ein flugfähiger Technologiedemonstrator verfügbar sein soll. Möglich werden soll dies durch Investitionen wie die neue Vertragserweiterung über 2.676 Millionen schwedische Kronen, die von der schwedischen Verteidigungsmaterialbehörde FMV angekündigt wurde.
Die verwendeten Bilder dienen ausschließlich Illustrationszwecken.
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