Ein von Autofahrern häufig übersehener Weg.
Für Vielfahrer ist das ein echtes Problem: Die zunehmende Zahl an Verkehrskontrollen und automatischen Blitzern kann dazu führen, dass auf dem Führerschein viele Punkte auf einmal verloren gehen – im schlimmsten Fall sogar bis zum Entzug der Fahrerlaubnis.
Punkte auf dem Führerschein zurückerhalten
Für die Rückgewinnung gelten einige einfache Regeln. Wer nach der Bezahlung eines Bußgelds sechs Monate lang keine weitere Ordnungswidrigkeit begeht, erhält den verlorenen Punkt zurück. Nach drei Jahren ohne Verstoß steht das Punktekonto wieder bei 12 Punkten. Dieser Zeitraum verkürzt sich auf zwei Jahre, sofern keine Ordnungswidrigkeit der 4. oder 5. Klasse begangen wird.
Daneben gibt es weitere Möglichkeiten, insbesondere Aufbauseminare. Damit lassen sich pro Jahr vier Punkte zurückerhalten, was in manchen Fällen hilfreich sein kann. Allerdings nehmen diese Kurse trotz ihres Nutzens viel Zeit in Anspruch.
Eine weitere Option ist an keine Bedingungen geknüpft. Darauf weist die Website droit-finances unter Verweis auf Artikel L. 223-6 Absatz 5 des französischen Straßenverkehrsgesetzbuchs hin:
„Punkte, die aufgrund von Ordnungswidrigkeiten der ersten vier Klassen nach diesem Gesetzbuch abgezogen wurden, werden dem Inhaber des Führerscheins nach Ablauf einer Frist von zehn Jahren“ ab dem Zeitpunkt des Verstoßes wieder gutgeschrieben.
Automatische Rückgabe nach zehn Jahren
Konkret bedeutet das: Die Regel greift, wenn die Fahrerlaubnis innerhalb dieser zehn Jahre nicht entzogen wurde. Zudem darf in diesem Zeitraum keine vollständige Wiederherstellung des Punktekontos auf zwölf Punkte erfolgt sein, denn Punkte können nicht mehrfach erneut gutgeschrieben werden.
Zehn Jahre erscheinen zwar als sehr langer Zeitraum. Langfristig kann diese Möglichkeit jedoch interessant sein, zumal Autofahrer die Punkte automatisch und ohne eigenes Zutun zurückerhalten.
Der digitale Führerschein startet durch
Zur Erinnerung: Seit vergangenem Jahr ist der Führerschein in die App France Identité integriert. Bei einer Kontrolle durch die Polizei genügt es somit, das Smartphone vorzulegen, um den Besitz des Führerscheins nachzuweisen. Sowohl die rosafarbenen Führerscheine der alten Version als auch die neuen Dokumente können hinzugefügt werden.
Bei einer Kontrolle wählen Sie lediglich „Führerschein vorzeigen“, erteilen Ihre Zustimmung und zeigen den Führerschein einem Beamten. Dieser scannt ihn anschließend per NFC-Technologie und überprüft so seine Echtheit. Damit das funktioniert, benötigen Sie allerdings ein Smartphone mit mindestens Android 11 oder iOS 16. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem vorherigen Artikel hier.
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