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Bußgeld-Betrug: Diese perfide Masche richtet in Frankreich großen Schaden an

Mann sitzt am Tisch, hält ein Schreiben und stützt den Kopf mit der Hand, wirkt besorgt oder gestresst.

Dieser besonders perfide Betrug richtet in Frankreich großen Schaden an.

Gefälschte E-Mails und SMS, die zur Zahlung eines angeblichen Rückstands bei einem falschen Bußgeld auffordern, sind bereits bekannt. Wie Auto Plus berichtet, landet der Betrug mit dem Strafzettel nun auch als Briefsendung im heimischen Briefkasten.

Besonders gefährlich ist diese Masche, weil die Täter konkrete persönliche Angaben wie Name, Vorname, Anschrift und Kfz-Kennzeichen nennen, um ihr Schreiben glaubwürdig erscheinen zu lassen. Laut unseren Kollegen besteht bislang kein Zusammenhang mit dem Datenleck, das kürzlich die ANTS (Agence nationale des titres sécurisés) und 12,5 Millionen Franzosen betroffen hat.

Gefälschte Bußgeldbescheide per Post erkennen

Bereits im Pas-de-Calais und in der Loire-Atlantique wurden Fälle gemeldet. Es gibt einige besonders eindeutige Hinweise, um diese Betrugsversuche zu erkennen: Der angebliche Tatort oder der vorgeworfene Verstoß ergibt häufig keinen Sinn – schließlich haben Sie nichts getan. Außerdem versuchen die Betrüger, die Zahlung des falschen Bußgelds über einen QR-Code oder per Banküberweisung zu verlangen. Beides sind Zahlungswege, die von Behörden nicht genutzt werden.

Um ganz sicherzugehen, sollten Sie direkt die Website der ANTAI (Agence nationale de traitement automatisé des infractions) aufrufen und dort den Bereich „Ihre Verfahrensakte einsehen“ auswählen. Geben Sie einfach die Nummer des erhaltenen Bescheids ein, um dessen Echtheit zu überprüfen.

Ein sehr verbreiteter Betrug

Leider ist dies nicht das erste Mal, dass sich diese Art von Betrug in Frankreich ausbreitet. Bereits früher berichteten wir über solche Phishing-Maschen, mit denen Kriminelle Bankdaten erbeuten wollen, indem sie die Angst vor unbezahlten Bußgeldern ausnutzen.

In einem schon etwas länger zurückliegenden Fall mussten sich am 3. April 2024 zwei erst 19-jährige Männer wegen Phishing-Betrugs vor dem Strafgericht Paris verantworten. Trotz ihres jungen Alters hatte ihnen ihre ebenso einfache wie äußerst wirksame Methode nicht weniger als 1.700 Opfer eingebracht.

Phishing-SMS imitieren die ANTAI

Ihre Vorgehensweise bestand darin, alarmierende SMS zu verschicken. Darin teilten sie ihren Zielpersonen mit, es gebe angeblich ein unbezahltes Bußgeld, und drohten bei nicht zeitnaher Zahlung mit einer Erhöhung der Geldbuße. Ein im Text enthaltener Kurzlink sollte angeblich zur offiziellen Website der ANTAI, der Agence Nationale de Traitement Automatisé des Infractions, führen.

Durch dieses Kurzlink-Format war die Täuschung nicht sofort zu erkennen. Tatsächlich leitete der Link auf eine betrügerische Seite weiter, die das Erscheinungsbild der offiziellen ANTAI-Website täuschend echt nachbildete. Wie bei solchen Betrugsmaschen üblich, ließ sich der Schwindel nur durch eine sorgfältige Prüfung der URL aufdecken. Weitere Informationen dazu finden Sie hier in unserem früheren Artikel.

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