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Lexus LS Coupe: Das hochgelegte Elektro-Konzept

Futuristisches, grünes Elektroauto mit scharfem Design und großen Spezialreifen, geparkt vor einer Wand im Freien.

Vielleicht entwickelt Lexus das Kürzel „LS“ gerade zu einer eigenen Modell-Submarke – ähnlich wie „Range Rover“. Möglich ist aber auch, dass Lexus selbst noch nicht weiss, wie der langlebigste Modellname weitergeführt werden soll, nachdem das Unternehmen eingeräumt hatte, die Limousine habe „einen aussichtslosen Kampf“ gegen SUVs geführt.

Kurz nachdem Lexus ein neues LS-Konzept als sechsrädrigen Van enthüllt und mit dem autonom fahrenden Micro LS Concept einen einsitzigen Zubringer präsentiert hatte, folgt nun bereits das dritte neue Lexus-Konzeptfahrzeug mit dem Namen „LS“: der LS Coupe.

Lexus LS Coupe: Kein klassisches Coupé

Tatsächlich handelt es sich natürlich nicht um ein echtes Coupé. Genau das hätte man erwarten können – doch auf der Tokyo Mobility Show 2025 hat Lexus vor allem eines getan: Erwartungen zerknüllt und mit einem kräftigen Tritt in den Papierkorb befördert.

Der LS Coupe ist vielmehr eine Art hochbeinige viertürige Limousine. Man könnte ihn sich als aufgebockten Audi A7 oder als flacheren, längeren BMW X6 vorstellen. Das Konzept sprengt eine weitere Nische und dürfte wohl als sportliches Elektro-SUV gedacht sein, das deutlich dynamischer gezeichnet ist als der aktuelle Lexus RX.

Unterschiedliche Sitze für Fahrer und Beifahrer

Selbstverständlich fehlt es nicht an typischem Konzeptfahrzeug-Schnickschnack. Lexus erklärt, Fahrer- und Beifahrersitz seien absichtlich völlig unterschiedlich gestaltet und aufgebaut: Der Fahrersitz solle Lust aufs Fahren machen, während der Beifahrer zum Entspannen animiert werde. Sprich: ein sportlicher Sitz für den Fahrer, ein bequemer Sessel für den Passagier. Allerdings wird vermutlich immer jemand unzufrieden sein – entweder der Fahrer, der sich wegen der Mitfahrer zurückhalten muss, oder die Passagiere, denen bei der engagierten Fahrweise des Fahrers übel wird.

Wie beim Supersportwagen Sport Concept gibt es ein Yoke-Lenkrad sowie umlaufende Digitalanzeigen, die auf den Fahrer ausgerichtet sind. In die Rückenlehnen sind vertikale Bildschirme zur Unterhaltung der Fondpassagiere integriert. Fühlt sich sonst noch jemand an die grossen Touchscreen-Säulen erinnert, über die man bei McDonald’s bestellt?

Lichtsignatur, Türen und Drohne an Bord

Kantige LED-Lichtleisten sollen vorne an den Lexus-„Spindle“-Grill erinnern und hinten die Fahrzeugbreite hervorheben. Eingestiegen wird durch hinten angeschlagene Türen im Stil von Rolls-Royce, während der Kofferraum als ungewöhnliche ausziehbare Schublade ausgeführt ist.

In der stark geneigten Heckscheibe steckt zudem eine integrierte Drohne. Offenbar soll sie dem Fahrzeug folgen und Videos der eigenen Ausflüge aufnehmen. Wohin unternehmen Lexus-Besitzer eigentlich Abenteuerfahrten? Und sind Drohnen auf dem Rasen-Bowling-Clubgelände überhaupt erlaubt?

Wie bei allen Lexus-Konzeptfahrzeugen, die diese Woche vorgestellt wurden, gibt es zum LS Coupe keine konkreten Angaben dazu, ob oder wann er in Serie gehen könnte. Deshalb bleibt nur die wirklich entscheidende Frage:

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