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12 Elektroautos, die mehr als Vernunft bieten

Moderner Mercedes G-Klasse Elektro-SUV in einer Halle mit mehreren Elektroautos und Stadtpanorama im Hintergrund.

Die Argumente für Elektroautos kennen wir alle inzwischen zur Genüge: Sie sind günstiger im Unterhalt, günstiger im Betrieb und können bei der Anschaffung über ein Unternehmen sogar preiswerter sein. Blabla … Heute soll die Vernunft allerdings einmal Pause machen.

Wie bei Verbrennern – vor allem bei Verbrennern … – gibt es Fahrzeuge, die sich jeder rationalen Begründung entziehen und schlicht Begehrlichkeiten wecken. Genau das gilt auch für einige Elektroautos.

Wir haben 12 Modelle ausgewählt, die neben ihren vorhandenen rationalen Stärken das gewisse Extra mitbringen. Sie dienen nicht bloß dazu, von A nach B zu fahren. Natürlich können sie genau das – doch sie sorgen dabei auch für ein Grinsen. Und dieses Erlebnis hat seinen Preis.

Hier folgen unsere Favoriten in alphabetischer Reihenfolge: vom Renault Twingo für 19.500 Euro über den KGM Musso EV für 38.000 Euro bis zum Mercedes-Benz G-Klasse für knapp 150.000 Euro – sofern man die Aufpreisliste ignoriert. Für fast jedes Budget ist etwas dabei.

Abarth 600e

Der Abarth 600e fällt deutlich größer und schwerer aus als die kleinen Abarth-Modelle, auf denen der Ruf der italienischen Marke gründet. Sein XXL-Format soll er jedoch nicht allein mit Leistung ausgleichen: Dazu kommen ein mechanisches Sperrdifferenzial, speziell entwickelte Michelin-Reifen, Alcon-Bremsen und Sabelt-Sitze. Dass der zusätzliche Platz vorhanden ist, versteht sich von selbst.

Der Turismo leistet 240 PS und bietet rund 350 km Reichweite. Beim Competizione stehen 280 PS zur Verfügung, womit der Sprint von 0 auf 100 km/h in weniger als sechs Sekunden gelingt.

Der Listenpreis liegt bei etwa 45.000 Euro, wobei Aktionen den Betrag durchaus attraktiver machen können. Er ist überzogen, auffällig und alles andere als zurückhaltend. Kurz gesagt: genau so, wie ein Abarth sein muss.

Alpine A290

Der Alpine A290 nutzt den Renault 5 als Basis, beschränkt sich aber keineswegs auf mehr Leistung und einige Embleme. Breitere Spurweiten, leistungsfähigere Bremsen, ein eigens abgestimmtes Fahrwerk und eine wesentlich stärker auf das Fahren ausgerichtete Auslegung unterscheiden ihn deutlich.

Er kostet ab 39.000 Euro und wird mit 180 PS oder 220 PS angeboten. Seine 52-kWh-Batterie ermöglicht eine angegebene Reichweite von bis zu rund 380 km. Für ein Auto dieser Größe ist das nicht wenig Geld, doch als Erbe der kleinen französischen Sportwagen überzeugt er besonders stark. Einfach einmal fahren.

FIAT Grande Panda elektrisch

FIAT hat etwas geschafft, das zunehmend schwierig wirkt: ein kleines, erschwingliches und auf Anhieb wiedererkennbares Auto zu gestalten.

Der Grande Panda zitiert Details des ursprünglichen Panda, ohne ausschließlich von Nostalgie zu leben. Er bietet Platz, eine ausreichende Ausstattung und vor allem Stil. Unser Favorit? Die günstigste Variante mit Stahlrädern.

Es gibt auch einen Bruder mit Turbo-Benzinmotor, doch die elektrische Version startet bei rund 25.000 Euro. Sie leistet 113 PS, nutzt eine 44-kWh-Batterie und erreicht bis zu 320 km Reichweite.

Nicht die Daten machen ihn besonders, sondern sein Design, die unkomplizierten Lösungen und das entspannte Interieur. In einem Markt voller anonymer kleiner Crossover ist der Grande Panda eine echte Ausnahmeerscheinung. Und wer hätte nicht gern so ein Auto, werfe den ersten Stein.

Hyundai IONIQ 5 N

Der Hyundai IONIQ 5 N zeigt vermutlich am deutlichsten, dass ein Elektroauto weit mehr kann als brutal zu beschleunigen. Simulierte Gangwechsel, künstlicher Sound, spezielle Rennstrecken-Modi und ein Fahrverhalten, das den Fahrer wirklich einbeziehen soll, gehören zum Konzept. Trotz all dieser Inszenierung fühlt sich das Erlebnis alles andere als künstlich an.

Seine zwei Motoren liefern bis zu 650 PS und 770 Nm, sodass er in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet. Die 84-kWh-Batterie ermöglicht bis zu 448 km Reichweite. In Portugal beginnt der Preis bei 79.900 Euro, doch kaum ein anderes Elektroauto kommt dem Gefühl eines echten Sportwagens so nahe wie dieser Hyundai.

Wer auf dem Beifahrersitz Platz nimmt, während der N-Modus aktiv ist, sollte besser eine Tüte gegen Übelkeit dabeihaben. João Delfim Tomé kann davon ein oder zwei Geschichten erzählen. Sorry, João!

KGM Musso EV

Ein elektrischer Pick-up ist noch immer eine Seltenheit – besonders dann, wenn er nicht so viel wie ein Luxuswagen kostet. Der KGM Musso EV ist ab 30.800 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer erhältlich, also für etwa 37.900 Euro inklusive Steuer. Mit seiner 80,6-kWh-Batterie schafft er bis zu 420 km Reichweite.

Die Version mit Frontantrieb leistet 207 PS. Die 4×4-Variante erhält einen zweiten Motor und kommt auf 413 PS, wobei ihre Reichweite auf 379 km sinkt.

Als extremstes Arbeitsgerät am Markt wird er sich wohl nicht durchsetzen. Doch er ist ein elektrischer Pick-up mit fünf Sitzplätzen, 500 kg Nutzlast und einer Präsenz, die sich kaum übersehen lässt. Guilherme Costa hätte gern einen, obwohl er nicht einmal einen Pick-up braucht. Jemand sollte ihn zur Vernunft bringen.

Mercedes-Benz G-Klasse elektrisch

Die Elektrifizierung der G-Klasse mag fast wie Ketzerei wirken – und diese Ansicht ist nachvollziehbar. Dennoch bewahrt der G 580 mit EQ-Technologie die Bauweise, Silhouette und Geländekompetenz, die den G zu einer Ikone gemacht haben.

Er bringt 587 PS und 1164 Nm auf die Straße und soll bis zu 476 km weit fahren. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er in 4,7 Sekunden; außerdem beherrscht er den berühmten G-Turn, bei dem er sich fast um die eigene Achse dreht. Der Einführungspreis in Portugal beträgt etwa 147.450 Euro, damit bleibt er weiterhin nur sehr wenigen vorbehalten.

Trotzdem ist dies die günstigste G-Klasse, die man für Geld kaufen kann. Vernunft war bei einer G-Klasse schließlich nie das Hauptargument, oder? Diogo Teixeira hat ein Auge auf eine geworfen.

MG Cyberster

Über Jahrzehnte stand MG für kleine britische Roadster. Der Cyberster knüpft an diese Tradition an, ersetzt den vorn eingebauten Benzinmotor jedoch durch eine Elektroplattform, Scherentüren und eine Optik wie bei einem Concept Car.

In Portugal liegt der Einstiegspreis bei ungefähr 66.400 Euro. Die heckgetriebene Ausführung leistet 340 PS und verspricht bis zu 507 km Reichweite. Mit zwei Motoren steigt die Leistung auf 510 PS, der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert dann rund 3,2 Sekunden.

Weder beim Gewicht noch bei der Einfachheit ist er ein spiritueller Nachfolger des MGB. Er gehört jedoch zu den äußerst wenigen elektrischen Cabriolets. Man sollte ihn als GT betrachten, nicht als Sportwagen. Also Dach öffnen und genießen.

MINI Cooper elektrisch

Der elektrische MINI Cooper versucht nicht, ein bewährtes Konzept neu zu erfinden. Er behält die drei Türen, seine kompakten Proportionen, die Räder an den äußeren Enden der Karosserie und einen Innenraum voller Charakter.

Der Cooper E startet bei etwa 33.490 Euro, leistet 184 PS und erreicht bis zu 305 km. Der Cooper SE bietet 218 PS und kann bis zu 400 km weit kommen.

Beim Verhältnis von Platz zu Preis zählt er nicht zu den Besten. Dennoch gehört er zu den wenigen Kleinwagen, die man sowohl wegen ihres Fahrgefühls als auch wegen ihres Aussehens kauft. Es ist eben ein MINI. Bei kaum einer Marke lässt sich die Positionierung mit so wenigen Worten erklären.

Renault 4 E-Tech

Der Renault 4 folgt dem Rezept seines kleineren „Bruders“, ergänzt es aber um mehr Raum, größere Vielseitigkeit und eine leicht erhöhte Sitzposition. Damit interpretiert er ein Auto modern, das immer unkompliziert, praktisch und für beinahe alles bereit war.

Die Preise beginnen bei 29.740 Euro für die 120-PS-Version mit 40-kWh-Batterie und 308 km Reichweite. Die Varianten mit 150 PS erhalten eine 52-kWh-Batterie und können bis zu 409 km zurücklegen.

Er ist weniger unkonventionell als der Renault 5, passt aber deutlich besser zu Menschen, die ein einziges Auto für alle Aufgaben benötigen. Die Ausführung mit Faltdach ist gefährlich. Wer eine Probe fährt, sollte das Portemonnaie besser zu Hause lassen: Der Kaufwunsch dürfte sehr wahrscheinlich sein.

Renault 5 E-Tech

Nur wenige Elektroautos haben so viel Einigkeit und Begeisterung ausgelöst wie der Renault 5. Die französische Marke hat eines ihrer bekanntesten Modelle zurückgebracht, ohne es schlicht aus der Vergangenheit zu kopieren. Er wirkt retro, aber keinesfalls altmodisch. Ganz im Gegenteil.

Die Baureihe startet bei 24.900 Euro mit 95 PS; außerdem gibt es Versionen mit 120 PS und 150 PS. Zur Auswahl stehen Batterien mit 40 kWh und 52 kWh, die Reichweiten von bis zu 410 km ermöglichen.

Er ist kompakt, alltagstauglich und eigenständig genug, um auch nach dem ersten Neuheitseffekt noch Blicke auf sich zu ziehen. Der Geräumigste seiner Klasse ist er nicht, aber schauen Sie ihn an … Bei diesem Design verzeiht man ihm fast alles.

Renault Twingo E-Tech

Der neue Renault Twingo beweist, dass ein bezahlbares Elektroauto nicht wie ein Haushaltsgerät aussehen muss. Er übernimmt die Proportionen, den Charme und mehrere Gestaltungsideen des Modells von 1993, ist nun aber ein elektrischer Fünftürer für die Stadt.

Er kostet ab 19.490 Euro, bietet 80 PS, eine 27,5-kWh-Batterie und eine angegebene Reichweite von bis zu 263 km. Er wurde nicht dafür entwickelt, das Land ohne Pause zu durchqueren, sondern um Stadtfahrten einfacher und deutlich weniger langweilig zu machen.

Wir testen gerade einen Twingo, und zwar genau diese Version: die günstigste von allen. Intern gab es einen regelrechten Streit darum, wer ihn behalten darf. So etwas passiert normalerweise nur bei Tests mit Sportwagen. Damit ist fast alles gesagt, oder?

Volkswagen ID. Buzz

Ein Familienauto mit mehr Ausstrahlung als der Volkswagen ID. Buzz ist schwer zu finden. Die Inspiration durch den historischen „Bulli“ ist unverkennbar, doch seine Proportionen, die seitlichen Schiebetüren und der riesige Innenraum machen ihn zu weit mehr als einer Nostalgieübung.

Die Baureihe beginnt derzeit bei etwa 47.400 Euro, während besser ausgestattete Personenwagen-Versionen problemlos über 60.000 Euro kosten. Er kann bis zu sieben Sitzplätze, 286 PS und rund 470 km Reichweite bieten.

Günstig ist er nicht, und klein ist er ebenfalls nicht. Doch nur wenige Autos können eine Familienfahrt in ein Ereignis verwandeln. Der ID. Buzz schafft genau das und noch mehr. Außerdem bleibt man mit ihm garantiert nicht unbemerkt.

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