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Neuer Nissan Qashqai: Die dritte Generation kommt

Blauer Nissan Qashqai3 SUV in modernem Ausstellungsraum mit großen Fenstern und Stadtblick im Hintergrund.

Mit mehr als drei Millionen verkauften Exemplaren in Europa steht der Nissan Qashqai, ein echter Verkaufsschlager, kurz vor der Vorstellung seiner dritten Generation.

Bislang war er lediglich getarnt zu sehen. Dennoch lässt sich bereits erkennen, dass das japanische SUV zwar ein neues Erscheinungsbild erhält, seine grundlegenden Proportionen jedoch beibehält.

Auf der CMF-C-Plattform aufgebaut, legt der neue Qashqai in sämtlichen Dimensionen zu. Seine Länge wächst um 21 mm auf 4429 mm, die Breite um 32 mm auf 1838 mm. Auch die Höhe steigt von 1590 mm auf 1615 mm, während der Radstand um 20 mm auf 2666 mm zunimmt.

Größer, aber leichter

Bei der Entwicklung des neuen Qashqai setzte Nissan an mehreren Stellen auf Gewichtsreduzierung. Eine Heckklappe aus Kunststoff-Verbundmaterial sowie Aluminium für Türen, vordere Kotflügel und Motorhaube sparen gegenüber dem bisherigen Qashqai 23,6 kg ein.

Darüber hinaus wurde der Anteil hochfester Stähle in der Karosseriestruktur um 50 % erhöht. Zusammen mit neuen Verfahren zum Pressen und Fügen soll dies die strukturelle Steifigkeit verbessern.

Unterm Strich wird die Karosserie des neuen Qashqai laut Nissan 60 kg leichter und zugleich 41 % steifer sein als beim aktuellen Modell.

Mild-Hybrid als Einstieg für den Nissan Qashqai

Zum Marktstart im kommenden Jahr wird der Nissan Qashqai mit zwei elektrifizierten Antrieben angeboten, die jeweils auf einem Benzinmotor basieren. Dieselvarianten sind für die nächste Qashqai-Generation nicht vorgesehen.

Den Einstieg bildet ein bereits aus dem aktuellen Modell bekannter 1,3-l-Benzinmotor mit 12-V-Mild-Hybrid-Technik. Das System umfasst eine Lithium-Batterie unter dem Fahrzeugboden sowie einen riemengetriebenen Startergenerator, der beim Bremsen Energie zurückgewinnt. Zusätzlich unterstützt es das Fahren bei gleichbleibendem Tempo und stellt beim Beschleunigen mehr Drehmoment bereit.

Der Motor ist mit zwei Leistungsstufen erhältlich - 140 PS und 157 PS - und kann mit einem Schaltgetriebe oder einem CVT-Automatikgetriebe kombiniert werden. Serienmäßig erfolgt der Antrieb über die Vorderräder, optional ist auch ein Allradantrieb verfügbar.

e-Power feiert Premiere

Der zweite Antrieb ist das e-Power-System, vereinfacht gesagt ein serieller Hybrid: Der Verbrennungsmotor erzeugt Strom für den Elektromotor - der Verbrennungsmotor ist nicht mit der Antriebsachse verbunden. Anders als bei rein elektrischen Fahrzeugen handelt es sich nicht um einen Range Extender, denn der Verbrennungsmotor übernimmt die Rolle der „Batterie“.

Obwohl das e-Power-System über eine Lithium-Ionen-Batterie verfügt, aus der der Elektromotor seine Energie bezieht, ist sie zu klein und ihre Kapazität zu gering, um eine nennenswerte elektrische Reichweite zu ermöglichen. Das Konzept ähnelt damit dem e:HEV-System des Honda Jazz oder Honda CR-V.

Der Qashqai e-Power wird über die Vorderräder angetrieben und leistet 190 PS, wobei ausschließlich der Elektromotor mit der vorderen Antriebsachse gekoppelt ist. Da der Verbrennungsmotor die Räder nicht direkt antreibt, kann er dauerhaft in seinem optimalen Drehzahlbereich arbeiten und so Verbrauch sowie Emissionen optimieren.

Mehr Sicherheit

Die überarbeitete MacPherson-Vorderachse kommt bei allen Qashqai-Versionen zum Einsatz, bei der Hinterachse gibt es jedoch Unterschiede. Qashqai mit Frontantrieb und Rädern bis 19″ erhalten hinten eine Verbundlenkerachse. Versionen mit 20″-Rädern und Allradantrieb verfügen dagegen über eine unabhängige Mehrlenker-Hinterachse.

Bei Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen nutzt der neue Nissan Qashqai sämtliche Vorteile des ProPILOT-Systems.

Dazu gehören eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop&Go-Funktion und Verkehrsschilderkennung, ein System zur Anpassung der Geschwindigkeit vor Kurven anhand der Navigationsdaten sowie ein Totwinkelassistent, der in die Lenkung eingreift.

Auch technisch legt der neue Qashqai zu: Seine intelligenten LED-Scheinwerfer können bei Gegenverkehr gezielt einen oder mehrere der 12 einzelnen Lichtkegel abschalten.

Wann kommt er?

Sofern Nissans Planung ohne weitere Hindernisse verläuft, sollen die Bestellungen für die dritte Generation des Nissan Qashqai Anfang 2021 beginnen. Gegenüber der ursprünglichen Planung ist dies bereits eine durch die Pandemie verursachte Verzögerung; die Auslieferung an die Händler ist für das Frühjahr vorgesehen.

Preise für das japanische SUV wurden bislang nicht genannt. Fest steht jedoch, dass es wie bei der aktuellen Generation keine Version mit sieben Sitzen geben wird - diese Aufgabe bleibt dem X-Trail vorbehalten.

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