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Dacia Bigster: 100.000 produzierte SUV seit 2025

Graues Dacia 100K SUV steht in einem hellen Autohaus, moderne LED-Scheinwerfer, weiße Akzente am Stoßfänger.

Die rumänische Marke, die bislang vor allem für günstige Modelle stand, hat 2025 entdeckt, dass sie auch größere SUV in großen Stückzahlen auf den Markt bringen und verkaufen kann – mit Preisen ab mindestens 25.000 Euro. Der Erfolg ist so groß, dass er die bisherigen Bestseller Duster und Jogger in den Schatten stellt.

Für Dacia endete das Jahr 2025 innerhalb der Renault-Gruppe mit einem Wachstum von 3,1 % und 697.000 verkauften Fahrzeugen. Trotz dieses soliden Ergebnisses blieb die Lage nicht ohne Unruhe: Der französische Markenchef Denis Le Vot verließ das Unternehmen im Sommer, während der Wettbewerb durch chinesische Hersteller zunimmt.

Dacia Bigster überschreitet 100.000 produzierte Einheiten

Anfang 2026 hat der Bigster die Marke von 100.000 Fahrzeugen überschritten, die im Werk Mioveni in Rumänien gebaut wurden. Dort läuft das Modell im Tempo von 1.357 Bigster pro Tag vom Band – einer alle 55 Sekunden. Für ein Fahrzeug dieser Größe ist das ein beachtliches Resultat, zumal der Bigster sowohl das teuerste Modell der aktuellen Dacia-Palette als auch der gesamten Geschichte der Budgetmarke ist.

Nach seiner Vorstellung auf dem Pariser Autosalon 2024 startete der Bigster Anfang 2025 in den Vorverkauf. Im Frühjahr kam er auf die Straße – mit einem attraktiven Argument: einem Preis, der nicht weit vom Duster entfernt liegt, obwohl das Modell 22 cm mehr Länge und einen Kofferraum mit 667 Litern bietet. Noch vor Beginn der Auslieferungen verzeichnete Dacia bereits 13.000 Verkäufe.

Seit 1968 haben die Werke in Mioveni mehr als 8 Millionen Dacia produziert. Der Bigster übertrifft die übrigen Modelle der Marke zwar nicht, hat die Dacia-Ergebnisse jedoch eindeutig „kannibalisiert“. Im Jahr 2025 entschieden sich 67.500 Käufer für den Bigster. Besonders im zweiten Halbjahr legte er stark zu und wurde zum meistverkauften Kompakt-SUV bei Privatkunden in Europa. Das meistverkaufte Dacia-Modell bleibt dennoch der Sandero.

Die beliebtesten Bigster-Versionen und Märkte

Bei den verkauften Fahrzeugen fiel die Wahl der Kundschaft überwiegend auf die höher positionierte Ausstattung Journey. Diese ist mit dem 140-PS-Benzinmotor mit Mildhybridisierung ausschließlich ab 28.600 Euro erhältlich. Am häufigsten gewählt wurde jedoch nicht diese Antriebsvariante, sondern der nicht aufladbare 155-PS-Hybrid, ab 32.000 Euro. Auf ihn entfallen 65 % der Verkäufe.

Diese Verkäufe stammen nicht ausschließlich aus Frankreich. Zwar ist Frankreich ein wichtiger Markt, stellt beim Bigster aber nicht den größten Anteil. Seit dem Verkaufsstart wurden dort insgesamt 17.460 Fahrzeuge abgesetzt. 95 % der Verkäufe kommen aus Westeuropa; in Deutschland, Portugal und Italien zählt der Bigster zu den meistverkauften Autos.

Eine Plattform für einen Markt mit 3 Millionen Verkäufen pro Jahr

Dass Dacia ein derart großes SUV eingeführt hat, mag für eine Budgetmarke zunächst überraschend wirken. Die Entscheidung hatte jedoch einen klaren Hintergrund: C-Segment-SUV stehen in Europa heute für einen Markt mit 3 Millionen Verkäufen jährlich, während alle etablierten Konkurrenten deutlich teurer sind. Dazu gehören etwa der Peugeot 3008, der Renault Austral, der Toyota RAV4 und der Hyundai Tucson.

Mit 4,57 m ist das SUV das längste Fahrzeug im Dacia-Angebot und deutlich größer als der Duster. Seine Länge liegt dennoch nahe am Jogger mit 4,55 m, dem robusten Kombi der Marke, der sich mit dem „Sleep-Paket“ in einen kleinen Van verwandeln lässt. Denis Le Vot hatte damals erklärt, dass die Nutzung der Duster-Plattform Dacia nichts gekostet habe.

Wir haben, wie immer, von unten angefangen, um ein großes Auto zu bauen. Es ist eine Plattform des B-Segments, die ein Fahrzeug des C-Segments ermöglicht. Mit einer Breite von 1,80 m beim Duster hatten wir Spielraum, das Auto zu verlängern, ohne daraus einen Dackel zu machen“, erklärte er bei den Pressefahrten mit dem Modell im April 2025.

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