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MINI 2021: Die überarbeitete Generation im Detail

Grüner Mini Cooper 2021 im Autohaus, Frontansicht mit schwarzem Dach und modernen LED-Scheinwerfern.

Jede neue Weiterentwicklung des MINI fällt traditionell eher behutsam aus. Stellt man jedoch das Modell von 2001 neben die Neuauflage, die im Frühjahr 2021 auf den Markt kommt, wird deutlich: Wie bei vielen Dingen im Leben ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. Die über zwei Jahrzehnte angesammelten Veränderungen wirken deutlich umfangreicher, als es die einzelnen Anpassungen zunächst vermuten lassen.

Bei dieser 2021 überarbeiteten Generation wurde der sechseckige Kühlergrill durch eine schwarze Umrandung vergrößert. Die Positionsleuchten weichen vertikalen Lufteinlässen an den äußeren Enden der Front, während der mittlere Bereich des Stoßfängers, an dem das Kennzeichen angebracht ist, nun in Wagenfarbe lackiert wird statt wie bisher schwarz zu bleiben.

Am Heck ist die zentrale Nebelleuchte als schmale LED in den unteren Stoßfänger integriert. Zusätzlich verläuft oberhalb des Stoßfängers jetzt ein schwarzes Querband.

Die vom übrigen Karosserielack abweichenden Dachfarben bleiben weiterhin verfügbar. Neu ist allerdings eine besondere Lackiertechnik: Mehrere Farbtöne werden im noch frischen Zustand während der Fahrzeugfertigung miteinander kombiniert. Das Ergebnis heißt Spray Tech und fällt bei jedem Fahrzeug anders aus.

Wie Oliver Heilmer, Designchef der britischen Marke im Besitz der BMW Group, erklärt: „Dieses Dach mit mehreren Farbtönen hebt die Personalisierungsmöglichkeiten auf ein neues Niveau, und weil jedes Finish tatsächlich einzigartig ist, lohnt es sich, das Auto genauer anzusehen.“

Mehr Schwarz, weniger Chrom

Die markentypischen runden Scheinwerfer erhalten nun schwarze statt verchromter Innenflächen. Ein kreisförmiges Band übernimmt die Funktionen des Tagfahrlichts und der Blinker. Abblend- und Fernlicht arbeiten jetzt mit LED-Technik, was die Ausleuchtung verbessert; außerdem kommen neue Funktionen wie Kurvenlicht, Matrixlicht und Schlechtwetterlicht hinzu.

Bei den Rückleuchten gehört das Design der britischen Flagge nun bei allen MINI-2021-Varianten zur Serienausstattung: Dreitürer, Fünftürer und Cabrio.

Im Innenraum gibt es neue Muster und Materialien. Zugleich wurde – wie außen – die Zahl metallisierter Zierelemente reduziert. Die Lüftungsdüsen an den Seiten sind von schwarzen Blenden eingefasst, die mittleren Ausströmer wurden neu gestaltet und schließen bündig mit dem Armaturenbrett ab.

Der charakteristische runde Zentralbildschirm misst künftig immer 8,8 Zoll. Zuvor waren 6,5 Zoll serienmäßig, während das größere Display aufpreispflichtig war. Ergänzt wird er durch hochglänzende schwarze Oberflächen und ein neues „Betriebssystem“, das MINI intuitiver bedienbar machen möchte.

Gleichzeitig wurden die Tasten für Warnblinkanlage und Fahrerassistenzsysteme innerhalb der runden Bedieneinheit neu angeordnet. Hinzu kommen modernere Grafiken sowie neue Funktionen in den für dieses Modell verfügbaren Anwendungen.

Das Lenkrad wurde ebenfalls neu gezeichnet. In den besser ausgestatteten Versionen gibt es ein farbiges digitales 5-Zoll-Kombiinstrument, das die wichtigsten Informationen für den Fahrer anzeigt; beim elektrischen MINI erscheinen dort die Ladedaten.

Verschiedene Optionen für die Ambientebeleuchtung stehen zur Auswahl. Auch die beiden Bildschirme im Armaturenbrett können die Farben der Modi Lounge – zwischen Türkis und Petrolblau – und Sport – Rot und Anthrazit – annehmen.

MINI 2021: Motorenpalette bleibt unverändert

Die Motorenpalette des MINI 2021 bleibt unverändert. Angeboten werden 1,5-Liter-Dreizylinder mit 75 PS, 102 PS und 136 PS sowie ein 2,0-Liter-Vierzylinder im Cooper S und John Cooper Works (JCW), der jeweils 178 PS beziehungsweise 231 PS leistet. Selbstverständlich bleibt auch die rein elektrische Version mit 184 PS im Programm, deren 32,6-kWh-Batterie eine Reichweite zwischen 203 km und 234 km ermöglicht.

Alle Versionen sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe erhältlich. Für die beiden stärkeren 1,5-Liter-Motoren steht zudem ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe bereit, während der JCW ein Achtgang-Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler erhält.

Verbesserter Komfort

MINI-Modelle gelten zwar seit zwei Jahrzehnten als die fahraktivsten Kompaktwagen auf dem Markt, doch manche Kunden empfinden die Federung auf bestimmten Fahrbahnbelägen generell als zu straff.

Deshalb führen die MINI 2021 ein adaptives Fahrwerk ein. Nach Angaben der Marke soll es einen besseren Ausgleich zwischen der Fahrdynamik, die oft mit jener eines Karts verglichen wird, und dem Abrollkomfort für mehr Bequemlichkeit schaffen.

Das Geheimnis des Systems, das weder für den MINI One noch für den elektrischen Cooper SE erhältlich ist, liegt laut den Ingenieuren in einer kontinuierlichen, frequenzselektiven Dämpfung. Ein zusätzliches Ventil mildert plötzliche Druckspitzen im Stoßdämpfer ab und kann die Dämpfungskräfte abhängig von Fahrsituation und Straßenbeschaffenheit um bis zu 50% verringern.

Die Markteinführung ist für das Frühjahr vorgesehen; Preise für den überarbeiteten MINI 2021 sind bislang noch nicht bekannt.

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