Akio Toyoda – auch bekannt als „Morizo“ – hatte im vergangenen Jahr am Steuer eines speziell ausgerüsteten Toyota GR Yaris auf dem Nürburgring sichtlich Spaß. Beim 24-Stunden-Rennen auf der Grünen Hölle drehte er mehr Runden als ursprünglich für ihn vorgesehen. Das weckte bei ihm keineswegs den Wunsch, dort nie wieder über sein zugeteiltes Pensum hinauszufahren. Stattdessen wollte er einen GR Yaris in limitierter Serie bauen, der sich genauso gut anfühlt wie sein Rennwagen.
Toyota GR Yaris Morizo RR: Vom Nürburgring auf die Straße
Hier ist er also: der einzigartig ausgestattete und ausgesprochen coole Toyota GR Yaris Morizo RR. Kurz gesagt handelt es sich um eine streng limitierte Version des brachialen GR Yaris, deren Fahrwerk an Morozis Nürburgring-Abstimmung angelehnt ist und die einen auffälligen Heckflügel trägt. Dazu kommen einige weitere gezielt ausgewählte Modifikationen.
Laut Toyota wurde das Fahrwerk „optimiert, um Dämpfungskräfte zu erzielen, die den festen Kontakt der Reifen zur Fahrbahn sicherstellen – auch auf unebenen Oberflächen wie am Nürburgring“. Das Ergebnis soll „eine Performance bieten, die entspanntes Fahren im Alltag ermöglicht und zugleich die sportliche Leistungsfähigkeit bewahrt“.
Die Berücksichtigung unterschiedlicher Asphaltoberflächen dürfte den Wagen besonders passend für Großbritanniens marodes Straßennetz machen. Der Heckflügel auf diesem kecken Hot Hatch weckt zudem unmittelbar Erinnerungen an Tuningautos der Neunziger. Natürlich erzeugt er Abtrieb – entscheidender ist aber, dass er großartig aussieht.
Gravel Khaki, Carbon und bronzefarbene Räder
Das gilt ebenso für den neuen Frontspoiler, die Seitenschweller und die Motorhaube aus Carbon. Lackiert ist das Auto in einem an militärische Fahrzeuge erinnernden Farbton, den Toyota „Gravel Khaki“ nennt. Abgerundet wird das Erscheinungsbild durch matt bronzefarbene Felgen, hinter denen gelbe Bremssättel hervorblitzen.
Für das Allradsystem des GR Yaris gibt es einen speziellen Modus, der – natürlich! – „Morizo“ heißt und die Schotter-Einstellung des alles andere als gewöhnlichen GR Yaris ersetzt. Im Morizo-Modus wird das Drehmoment im Verhältnis 50/50 auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Auch die elektrische Servolenkung wurde überarbeitet. Zum Motor gibt es keine Angaben; vermutlich bleibt es beim bekannten aufgeladenen 1,6-Liter-Dreizylinder mit 276 PS.
Zur weiteren Sonderausstattung zählen die üblichen Zutaten einer limitierten Edition: eine von Morizo signierte Windschutzscheibe, ein Lenkrad mit Veloursleder-Finish, Sitze mit angepassten Kopfstützen und gelben Nähten, ein Klavierlack-Kühlergrill, ein vollständiges TFT-Display sowie eine Plakette mit Seriennummer.
Sie verrät, welches Exemplar man besitzt. Lediglich 100 Fahrzeuge sollen ausschließlich für Japan gebaut werden, weitere 100 sind für europäische Märkte vorgesehen. Das hier gezeigte Auto ist ein Prototyp „in der Entwicklung“; die finale Version soll im Frühjahr 2026 erscheinen. Also besser schnell bei Toyota anrufen.
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